Margites [c. 4, 4-6]. Ein burleskes Epyllion, in dem Hexameter und jambische Trimeter abwechselten. Es schilderte in ergötzlicher Weise einen Tölpel, "der viele Dinge wußte, aber alle schlecht". Als unhomerisch scheint es erst nach Kallimachos (c. 150) erkannt worden zu sein.
Ikadios: [c. 25, 17]. Dieser angebliche Name des Schwiegervaters des Odysseus, statt des homerischen Ikarios, begegnet nur hier.
Ilias s. [Homer].
[Ilias, Die Kleine]: [c. 23, 4]. Ein nachhomerisches, dem sogenannten "Epischen Kyklos" angehöriges Epos. Wenn Spätere allgemein einen Lesches von Lesbos als Verfasser nennen, so fällt das aristotelische Zeugnis der Anonymität dagegen entscheidend ins Gewicht. Die Erzählung begann etwa da, wo die homerische Ilias aufhörte (Lösung Hektors) und endete mit dem Fall Trojas und der Erzählung des Schicksals der gefangenen Troerinnen. Die Liste des Aristoteles ist nicht vollständig noch streng chronologisch und vermutlich nach dem Gedächtnis angegeben. Mit zwei Ausnahmen decken sich die Titel mit denen noch nachweisbarer Tragödien.
Waffengericht: S. [Aiasdramen].
Philoktet: Von Aischylos, Sophokles, Euripides, Achaios, Antiphon, Philokles, Theodektes dramatisiert.
Neoptolemos (= Eurypylos s. [Sophokles]): Von Nikomachos.
Bettlerrhapsodie (= [Lakonierinnen] s. Sophokles).
Ilions Zerstörung: So hieß ein Drama Iophons, des Sohnes des Sophokles und ein Epos des "Kyklos".
Abfahrt des griechischen Heeres nach der Insel Tenedos, vor der Erzählung des Hölzernen Pferdes und der Einnahme Trojas. Ein Drama dieses Titels ist nicht bekannt.