Substantivum: [c. 20, 5].
Szenerie, gemalte: [c. 4, 9]. Spätere behaupteten, daß schon Agatharchos von Samos für Aischylos die Bühnenmalern eingeführt habe.
Tetrameter: [c. 4, 9]. Stets der trochäische. Siehe u. Trochäus.
[Tötung] auf der Bühne: [c. 11, 5]. Uns ist nur ein Beispiel, der Selbstmord des Aias, erhalten und ein alter Erklärer des sophokleischen Dramas bezeichnet dies als eine Seltenheit. Doch muß wohl Aristoteles zahlreichere Fälle vor Augen gehabt haben. Wenn Hor. Ars Poetica 185 vorschreibt, daß Medea ihre Kinder nicht vor den Augen des Publikums töten darf, so mag auch er eine derartige Tragödie gekannt haben, Senecas Medea scheidet als reines Lesedrama aus. Noch am nächsten kommt für uns der Todesschrei des gemordeten Agamemnon (Aischylos) und der Klytaimestra (Soph. Elektra).
Trimeter: [c. 1, 5]. Stets der jambische Trimeter.
Trochäeus: [c. 12, 2]. S. [Anapaest].
Tragödie: [c. 1]. Wenn hier nicht Thepsis, der allen Späteren als der "Erfinder" der attischen Tragödie galt, sondern Aischylos als ihr Begründer erscheint, so beruht dies auf der richtigen Erwägung, daß in Wahrheit erst mit der Hinzufügung des zweiten Schauspielers eine im Dialog sich vollziehende Handlung ermöglicht wurde.
—, unglücklicher Ausgang der: [c. 13, 4]. Einschließlich der noch erkennbaren Ausgänge verlorener Tragödien gestaltet sich das Verhältnis der unglücklich verlaufenden zu den glücklich endenden bei Euripides wie 46:16,[100] bei Sophokles wie 43:24, was das berühmte Urteil über den ersteren kaum rechtfertigen würde. Ein solcher Schluß ist jedoch nicht zwingend, wenn man bedenkt, daß dem Aristoteles ein unendlich reichhaltigeres Beobachtungsmaterial zu Gebote stand als uns. Es sei aber bemerkt, daß die im Texte gegebene, auf der syrischen Übersetzung beruhende Fassung jene Behauptung immerhin etwas abschwächt, denn die bisherige Überlieferung lautete: "scheint Euripides der tragischste Dichter zu sein".
Verbum: [c. 20, 6].
Verwundungen: [c. 11, 5]. Falls es sich nicht auch hier, wie bei den [Tötungen] (s.d.), nur um Vorgänge auf der Bühne handelte, wofür es kein sicheres Beispiel gibt ("[Der verwundete Odysseus?]" s.d.), so wären hier allenfalls das Erscheinen des blinden Polyphem im Kyklops des Euripides und der selbstgeblendete Oidipus im Oid. Tyr. des Sophokles zu nennen. Aristoteles dürfte aber auch hier wieder, wie der Plural zeigt, zahlreichere Belege gekannt haben.