Toni (drängt Frau Selicke zurück): Geh zur Thüre, Mutterchen! dass Du so lange raus kannst, bis er schläft!
Frau Selicke: Aber, das Kind! Das Kind! ... Ich kann doch nich ...
Toni: Lass nur! Ich will schon sehn! ... (Drängt Frau Selicke sanft noch mehr zurück.) Armes Mutterchen!
Selicke (in der Kammer): Die Alte ist Schuld, dass Dein Vater so spät nach Hause kommt, mein Sohn! ... O, das ist ein Unglück! Ein rechtes Unglück! ... Und der alte, grosse Schlingel da? .. Hui! hbf! ... Das — Schnarche nur! Aus Dir wird nichts, mein Sohn! Gar nichts! ... Huste nich! ... Dummer Junge!! ... Was?!! ... Du willst ...
Frau Selicke (schreit unterdrückt auf).
Selicke (kommt aus der Kammer. Frau Selicke zurück, schliesst die Thür): Aeh! Da biste ja, mein süsses Weibchen! (Geht auf die Flurthür zu. Unterwegs macht er aber Halt.) Hm? Mein P — Putt ... hbf! ... P — Puttchen? ... Das arme Kind! ... Das arme Kind! (Er holt sich die Düte vom Tisch und geht mit ihr auf das Bett zu. Walter lugt verstohlen um den Thürpfosten. Man hört, dass jetzt auch Albert wach geworden ist. — Selicke bückt sich ein wenig über das Bett. — Leise.) M— Mäuschen! ... Sch—läfste, mein armes — Herzchen? ... Sst! ... Sie schläft, die — kleine Tochter!
Toni (kommt ängstlich auf das Bett zu): Vater!
Selicke: Ich habe Dir — was mitgebracht? ... K—Kuchen, Kind? — K—Kuchen?
Toni: Vater! Sie wird ja wach!
Selicke (richtet sich auf): W .. Was willst Du? Hä?