Toni (mit erstickter Stimme): Lass! ... Ich — höre — die Mutter! ... Ich muss nun .... Wir müssen nun daran denken! ... Nicht wahr? ..
Wendt: Toni! Ich bleibe noch! ... Einen Tag! ... Einen einzigen Tag!
Toni (wie vorher): Nein! ... Bitte! .. Bitte! .. Mir zu liebe! ...
Wendt: Ach! ... Leb wohl! ... (Küsst sie.)
Toni (seinen Kuss erwiedernd, mit thränender Stimme): Leb — wohl! .... (Sie drückt sich gegen seine Brust.) Leb wohl! ... (Es klingelt. Toni will aufmachen.)
Wendt (hält sie zurück): Lass! Ich werde aufmachen! — ’s wird wohl nur der alte Kopelke sein ... (Er geht aufmachen. Toni zieht sich in die Küche zurück.)
Kopelke (noch im Corridor): Danke scheen! Danke scheen! ... Juten Morjen, werther, junger Herr! — Na? Schon uf ’n Damm? ... Wie steht’t denn mit unse Kleene? — Aha! Ick weess schon! ... Se schläft noch! Scheeniken! ...
Wendt: Nein, sie ... Bitte, treten Sie ein, Herr Kopelke!
Kopelke (tritt geräuschlos ein. Er hat ein kleines Packetchen unterm Arm. Bleibt einen Augenblick bei der Thür stehen und sieht sich um): Juten Morjen! ... Nanu?! Keener da?! ... Det is jo hier noch so ’ne Wirthschaft?! ... (Zu Wendt hinter sich zurückflüsternd): Sagen Se mal, et is doch nich etwa ... He?! ...
Frau Selicke (lugt aus der Kammer): Ach, Sie sind’s, Herr Kopelke? (Tritt ein.)