Wendt: Ja! Na, die Sachen sind ja schon alle so gut wie gepackt, und ... e ... aber ich vergesse ganz! (Zum alten Kopelke): Sie sprachen vorhin von Linchen?
Kopelke: Ick? Nu ja! Ick .. det heest .. ick .. e ... (sieht zu Frau Selicke hinüber).
Frau Selicke: Aber setzen Sie sich doch, Herr Kopelke! Woll’n Se sich nicht setzen? Ich mach Ihnen noch schnell ’ne Tasse Kaffee!
Kopelke (zu Wendt): Hm ... ja ... sehn Se, ick ... (Plötzlich zu Frau Selicke): ’ne Tasse Kafffe? (In sich hineinschmunzelnd, sich vergnügt die Hände reibend): Hm! ... ’ne Tasse Kafffe is jo wat sehr wat Scheenet! Wat sehr wat Scheenet! ... Abber ... Nee, Frau Selicken! Nee! Heite nich! Det verlohnt sick nich! Wahhaftijen Jott! Abber ick muss heite noch unjelogen hinten in de Druckerei! ... Se wissen ja! Det mit de ollen, deemlichen Krankenkassen! ...
Frau Selicke (nach der Küche hin): Na, denn werd’ ich wenigstens noch’n paar Kohlen unterlegen! (Mit einem Blick auf die Uhr): Toni muss ja jeden Augenblick kommen! (Verschwindet durch die Küchenthür, hinter der bald darauf Licht aufblitzt.) ’n Augenblickchen!
Kopelke (mit krummgezogenem Puckel, sich schmunzelnd die Hände reibend. Ihr nachsehend): Scheeniken! Scheeniken!
Wendt (langt seine Cigarrentasche vor): Aber ich darf Ihnen doch wenigstens ’ne Cigarre anbieten?
Kopelke: Oh! ... He! ... Na! Ick bin so frei, von Ihr jietijet Anersuchen — mbf! — Jebrauch zu machen, werther, junger Herr! Abber .. e ... (winkt Wendt zu sich heran; dieser beugt sich ein wenig zu ihm hin, Kopelke hält ihm die hohle Hand an’s Ohr) .. ick meen’ man! Ick beraube Ihnen!
Wendt: O, ich bitte Sie!
Kopelke: Na, wissen Se! So’n junger Student hat det ooch nich immer so dicke! .. Na, ick meen’ man!