„Na, na! Ischt merkwürdig: überall heißt es, das neue Geld ischt falsch und grad daherinnen hört man davon nix!“
Ein spöttischer Zug huschte über die scharfgeschnittenen Lippen der starkknochigen Sennin. „Kennst du 'leicht selles Geld gut auseinander?“
„Wie sollt' denn grad' ich dazukommen?!“
„Ischt es war, daß die Silbergulden ein'zogen werden sollen?“
„Die nächsten Jahr' noch nicht!“
„Da bin ich aber froh!“
„Warum?“
„Ja, wißt Herr! Bald hun' ich den zweiten Strumpf voll mit Silbergulden und aftn kann ich heiraten!“
„Ah, da gratulier' ich!“
„Ja, ich halt' 'was drauf, lauter gutes, altes Geld, nöt so das neumodische G'lump! Hat mir erscht vor etlichen Tägen ein Herr zwei Kronen oder wie man's nennt, g'schenkt für 's Übernachtbehalten und selles neumodische G'lump möcht' gern los sein!“