„Ruhig jetzt! Es ischt gleich geschehen!“
„Ich mag aber nicht! Zu was willst meine Schädeldicken wissen?“
„Das kann ich dir schon sagen, Weirather! Ich will wissen, ob du mit deinem Dickschädel und dem Arm dazu durchs Fenstergitter durchschlupfen konntest.“
„Nicht messen, ich bitt'. Lieber sag ich's freiwillig. Ja, durchkrochen bin ich!“
„Na, also! Dann ischt die Maßprobe nicht mehr nötig! Also zum Protokoll: Inkulpant gesteht zu, durch das vergitterte Fenster eingestiegen zu sein.“
Weirather stand nun wieder trotzig vor dem Amtstisch, während der Amtsdiener zur Bewachung an der Thüre blieb. Der Richter forderte den Bauer auf, weiter zu erzählen, doch Weirather blieb stumm.
„Also, du willst nichts weiter sagen. Auch recht. Es wäre aber besser, wenn du dein Gewissen erleichtern würdest durch ein volles Geständnis. Dem Teufel bischt ja decht verfallen infolge des verübten Verbrechens, der Schwarze wird dich bei lebendigem Leib' holen, mein' ich!“
Verstockt stand der Bauer.
„Wie du willst! Aktuar, öffnen Sie das Fenster!“ befahl der Richter, der nun mit dem Aberglauben der Gebirgler rechnete und daraufhin eine Probe machen wollte.
Weirather wurde unruhig, es quälte ihn eine ersichtliche Angst, und kleinlaut fragte er nach dem Grunde des Fensteröffnens.