Pater Ambros nahm dieses Kücheninstrument vom Gestell herab und trug es in die Stube. „Ischt es das rechte?“

„Ja wohl! Selle Gazen muß ich hun (haben)!“

Jetzt wußte der alte Pater Bescheid; dieses Kücheninstrument mußte bei dem alten Weibele das — Beichtgitter des Beichtstuhles in der Kirche ersetzen, Moidele will diese Illusion vor Augen haben.

„Also stellen wir die Gazen auf!“ sagte der Einödpater und hielt das Instrument zwischen sich und dem alten Weibel.

„So, Hearr! Jetzt kann ich beichten!“ sagte Moidele.

Nach frommem Zuspruch und dem Versprechen, von den Mehlvorräten des Klösterls etwas heraufzuschicken, verließ der Priester die Hütte, und stieg vorsichtig den Steilhang durch den Schnee wieder hinab.

Pater Ambros verzehrte mit dem Frater Marian das karge Mittagsmahl, bestehend aus Bohnensuppe und aufgeschmelzten Plenten. Schon wollte der Klosterbruder abräumen, da sprach der alte Priester: „Heute wollen wir uns ein Viertel Röthel gönnen, Marian, denn heute feiern wir ein Abschiedsfest!“

Verwundert blickte der bleiche, abgehärmte Frater auf Pater Ambros.

„Jawohl, es ischt schon so! Heute nachmittag 1/2-2 Uhr fällt der letzte Sonnenstrahl auf unser Klösterl. Wir müssen daher von Frau Sonne auf lange Zeit Abschied nehmen!“

„Ach so! Ich glaubte schon —“