Das Zugseil hat 20 mm Durchmesser und eine Bruchbelastung von ca. 17300 kg; die im Zugseil vorkommende größte Spannung beträgt ca. 2100 kg, so daß es also ca. 8½fache Sicherheit bietet.

Bei gleichmäßiger Besetzung der Bahn mit Kohlen- und Cementwagen bei einer stündlichen Leistung von 36 Tonnen Kohle und 30 Faß Cement beträgt die erforderliche Betriebskraft ca. 6½ Pferdestärken; beim Anlassen der Bahn erhöht sich der Kraftbedarf auf ca. 11 Pferdestärken.

Die Drahtseilbahnwagen sind dauerhaft, ganz aus Eisen und Stahl hergestellt und die durch längeren Betrieb der Abnutzung unterworfenen Flächen mit patentierten Schmiervorrichtungen für konsistentes Öl versehen, welche einen sehr sparsamen Verbrauch bedingen. Die Laufräder sind aus bestem Tiegelgußstahl hergestellt, so daß sie selbst nach Jahren keine Abnutzung erleiden.

Besondere, hier wohl nicht zu erläuternde Vorrichtungen garantieren das Innehalten gewisser Entfernungen der einzelnen Wagen untereinander und zwar einen Abstand von 150 m von Wagen zu Wagen, ein Nachrutschen ist ebenso ausgeschlossen, wie eine größere Geschwindigkeit im Laufe eines einzelnen Wagens. Eine spezielle Einlaufbremse, die auf die Räder der Wagen automatisch wirkt, vermindert sowohl bei großem Gefäll wie beim Einlauf in die Stationen die Geschwindigkeit.

Hier unterbrach der sich für die geniale Anlage sehr interessierende Richter den Vortragenden mit der Frage. „Wieviel Personal ischt denn zur Bedienung dieser Seilbahn nötig?“

„Auf jeder Endstation und an jedem Ende einer Zwischenstation sind je 1-2 Mann erforderlich zum Zwecke des Ankuppelns der abgehenden Wagen sowie zum Auskuppeln und zur Schiebung auf die Weiche.“

„Danke! Darf man noch fragen, wie sich die Leistung der Bahn gestaltet?“

„Sehr gerne zu Diensten! Die mittlere Geschwindigkeit der Wagen und somit des Zugseiles beträgt 1,25 m in der Sekunde und werden die Wagen in Entfernungen von 150 m angekuppelt und gehalten; sie folgen sich also im Zeitabschnitt von 120 Sekunden, so daß stündlich 30 Wagen auf der Endstation eintreffen. Da die Ladung der Wagen je 120 kg Kohle oder ein Faß Cement beträgt, so beziffert sich die stündliche Leistung der Drahtseilbahn auf 36 Tonnen Kohle bezw. 30 Faß Cement.“

„Großartig erdacht und ausgeführt!“ sagte der Richter, und meinte dann: „Es könnte sonach ein Mensch ohne besondere Gefährdung in einem solchen Wagen die lustige Fahrt mitmachen!“

„Dem Gewicht nach ohne Anstand! Doch wer nicht völlig schwindelfrei ist, soll das Wagnis lieber unterlassen. Natürlich müssen die Aufsichtsorgane zur Kontrolle der Seile zeitweilig die Strecke befahren und hierzu werden nur absolut schwindelfreie Seilbahnaufseher zur Verwendung kommen!“