„Hm! Demnach bin ich eigentlich überflüssig geworden! Ich werde also demissionieren, mir ein Gut kaufen! Dürfte ich vielleicht vorher in Ihren Revieren jagen?“
„Soviel Sie wollen! Wenden Sie sich nur an den Oberförster Hartlieb, den ich verständigen werde! Und nun nochmals Dank! Auf Wiedersehen!“
Die Herren trennten sich. Wolffsegg fuhr nach Hall, Emil aber stapfte in das weitgedehnte Stift und suchte den Pater Wilfrid. Aber der Gastmeister des Klosters und Pfarrer von Hall war nicht anwesend. Wie es hieß, dienstlich unterwegs. Drei Tage hindurch pendelte Emil zwischen Hall und Admont hin und her, immer vergeblich; es glückte nicht, den auswärts im Pfarrdienst vielbeschäftigten Priester zu treffen. Bis zu später Abendstunde konnte der Prinz nicht warten, zum Diner mußte er im Jagdschlößl sein.
Warum er so erpicht war, sich eine größere Summe zu beschaffen, wußte Emil sich selbst nicht zu sagen. Unabhängig für einige Zeit durch Geldbesitz wollte er sein. Geld aber nur vom Hofpfarrer entlehnen, weil der Mann schweigen kann.
Wegen der Jagdwünsche Wolffseggs hatte Emil mit Hartlieb gesprochen. Etliche Tage später hörte er gelegentlich einer Begegnung vom Oberförster, daß der Baron von der Jagderlaubnis keinen Gebrauch gemacht habe und plötzlich abgereist sei.
Darob erstaunt, fragte Emil die Mama nach der Veranlassung des Verschwindens Wolffseggs. Die Verstimmung der Fürstin bemerkend, bereute Emil sogleich, die Mama mit einer ihr unangenehmen Frage belästigt zu haben.
Die Antwort enthielt zunächst die Klage, daß alles zusammenkäme, um der Gebieterin Verdruß zu bereiten. Nicht zum wenigsten der Sohn, der sich im Faulenzen übe...
Emil schluckte diese Rüge wortlos hinunter.