Der junge Mann lehnte sich in seine Ecke. Beide schwiegen eine Weile. Der Wagen war in die Praterstraße eingebogen, fuhr an dem Tegethoff-Monument vorüber, und nach wenigen Sekunden flog er die breite, dunkle Praterallee hin. Jetzt umschlang Emma plötzlich mit beiden Armen den Geliebten. Er schob leise den Schleier zurück, der ihn noch von ihren Lippen trennte, und küßte sie.
»Bin ich endlich bei dir!« sagte sie.
»Weißt du denn, wie lang wir uns nicht gesehen haben?« rief er aus.
»Seit Sonntag.«
»Ja, und da auch nur von weitem.«
»Wieso? Du warst ja bei uns.«
»Nun ja ... bei euch. Ah, das geht so nicht fort. Zu euch komm ich überhaupt nie wieder. Aber was hast du denn?«
»Es ist ein Wagen an uns vorbeigefahren.«
»Liebes Kind, die Leute, die heute im Prater spazieren fahren, kümmern sich wahrhaftig nicht um uns.«
»Das glaub ich schon. Aber zufällig kann einer hereinschaun.«