»Ja, Fräul’n, wenn der Wagen net brochen wär ... aber so, wie er jetzt zug’richt ist ... Wir müssen halt warten, bis wer kommt.« Er redete noch weiter, ohne daß Emma seine Worte auffaßte; aber während dem war es ihr, als käme sie zur Besinnung, und sie wußte, was zu tun war.
»Wie weit ist’s bis zu den nächsten Häusern?« fragte sie.
»Das ist nimmer weit, Fräul’n, da ist ja gleich das Franz Josefsland ... Wir müßten die Häuser sehen, wenn’s licht wär, in fünf Minuten müßte man dort sein.«
»Gehen Sie hin. Ich bleibe da, holen Sie Leute.«
»Ja, Fräul’n, ich glaub schier, es ist g’scheiter, ich bleib mit Ihnen da – es kann ja nicht so lang dauern, bis wer kommt, es ist ja schließlich die Reichsstraße, und –«
»Da wird’s zu spät, da kann’s zu spät werden. Wir brauchen einen Doktor.«
Der Kutscher sah auf das Gesicht des Regungslosen, dann schaute er kopfschüttelnd Emma an.
»Das können Sie nicht wissen,« – rief Emma, »und ich auch nicht.«
»Ja, Fräul’n ... aber wo find’ i denn ein’ Doktor im Franz Josefsland?«
»So soll von dort jemand in die Stadt und –«