Καλως πεφυκεναι: και γαρ ὁ κυων κυνι

Καλλιστον ειμεν φαινεται, και βους βοΐ,

Ονος δε ονῳ καλλιστον, ὑς δε ὑΐ.

welches ich, damit es keinem verloren gehe, verdeutschen will:

Kein Wunder ist es, daß ich red' in meinem Sinn,

Und jene, selbst sich selbst gefallend, stehn im Wahn,

Sie wären lobenswert: so scheint dem Hund der Hund

Das schönste Wesen, so dem Ochsen auch der Ochs,

Dem Esel auch der Esel, und dem Schwein das Schwein.

[I] Demnach ist es ein schlechtes Kompliment, wenn man, wie heutzutage Mode ist, Werke dadurch zu ehren vermeint, daß man sie Taten titulirt. Denn Werke sind wesentlich höherer Art. Eine Tat ist immer nur eine Handlung auf Motiv, mithin ein einzelnes, vorübergehendes, und ist ein dem allgemeinen und ursprünglichen Element der Welt, dem Willen, angehöriges. Ein großes oder schönes Werk hingegen ist ein bleibendes, weil von allgemeiner Bedeutung, und ist der Intelligenz entsprossen, der schuldlosen, reinen, dieser Willenswelt wie ein Duft entsteigenden.