Inhaltsverzeichnis

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Geleitswort[V]
Das Zeitalter der Eisenbahn (1.)[3]
Aus der Vergangenheit[21]
2.Die Vorläufer[23]
3.Der Meister[38]
4.„Das größte Wunderwerk unserer Zeit“[49]
5.Geschichte des Gleises[68]
6.Eisenbahnfrühling in Deutschland[87]
7.Ein Märtyrer[100]
8.Die Entwicklung des deutschen Netzes[113]
Die Gegenwart[119]
9.Eine Fahrt von Berlin nach Halle[121]
10.Die neue Linie[126]
11.Die Erdveste[130]
12.Über Täler und Berge[136]
13.Der stählerne Pfad[165]
14.Die Lokomotive[188]
15.Die rollenden Häuser[251]
16.Die Lastträger[280]
17.Auf Zug und Stoß[299]
18.Der Zügel[306]
19.Der Ursprung[330]
20.Die gastlichen Hallen[354]
21.Die schützenden Arme[369]
22.Das dienstbare Heer[425]
23.Wache und Pflege[441]
24.Auf die Minute![453]
25.Die Papptäfelchen[463]
26.Mit Zahn und Seil[469]
27.Der Einsame[491]
28.Unter dem Fahrdraht[499]

29.Zukunft[523]

Verwaltungen der deutschen Staats- und Privatbahnen[531]
Quellenverzeichnis[534]
Stichwörterverzeichnis[536]

Das Zeitalter der Eisenbahn


1. Das Zeitalter der Eisenbahn

Das Mittelalter der Menschheitsgeschichte reicht bis in das erste Drittel des vorigen Jahrhunderts. Erst mit dem Jahre 1830 beginnt die Neuzeit. Damals fand die Eröffnung der ersten großen Eisenbahnstrecke statt, die für den öffentlichen Verkehr bestimmt war.

Welch ein Ereignis!

Viele Jahrtausende lang war der Mensch an die Scholle gefesselt, auf die ihn der Zufall der Geburt gestellt hatte. Eine Macht, die dem Erdbewohner von Beginn an feindlich war, hielt ihn an seiner Wohnstätte fest: der Raum. Gegen diesen konnte nur mit größter Mühsal, unter schrecklichen Gefahren und durch Opferung einer übermäßig großen Menge des kostbaren Besitztums Zeit angekämpft werden. Wenn darum früher einmal größere Menschenmassen über die Erdoberfläche zogen, wie es heute an jedem gewöhnlichen Tag geschieht, so waren sie durch einen mächtigen Anstoß in Bewegung gesetzt: durch den Angriff eines überlegenen Feinds, durch die von Naturgewalten verursachte Zerstörung der heimatlichen Ackererde oder durch die Sucht nach Eroberung und Kriegsbeute. Jede solcher Massenbewegungen wurde ein geschichtliches Ereignis, sie ward als Völkerwanderung oder Heereszug in die unvergänglichen Bücher eingeschrieben.

Die Natur, welche in den Geist des Menschen die Freude an der Fortbewegung gelegt hat, die Sehnsucht umherzuschweifen, so weit wie möglich vorzudringen, die ihn besondere Lust beim Erschauen des noch Unbekannten empfinden läßt, diese selbe Natur hat ihr letztes Geschöpf nur mit recht kümmerlichen Möglichkeiten bedacht, sich jene Freude zu verschaffen, diese Sehnsucht und Lust zu befriedigen.