korde, f. Strick.
korde, kurde, karde, ein langes (sichelförmiges) Messer, Säbel.
kordêl, frz. cordeau, cordelle, Seil, Bindseil; die Taue, womit die unteren Raaen aufgehisst werden und die Stränge, aus denen das Ankertau (Kabeltau) zusammengesetzt wird.
kôr-dêl (Kür-teilung), to k. gân, so erbteilen, dass der eine das Erbe teilt, der andere wählt.
korde(?)maker, Korduanmacher, alutarius.
kordewanere, Korduanbereiter.
kôr(e), kûr(e), m. und f. 1. Entscheidung, Beliebung, Statut. 2. Entscheidung, Schiedsspruch, Schätzung, arbitrium; up den kôr, probehaltig. 3. die Wahl zwischen zwei oder mehreren Dingen; wol nâ kore = mhd. nâch wunsche; Wahl der Beamten; das Recht des Herrn, sich das Beste aus dem Nachlass eines Hörigen zu wählen. 4. die (statutarische) Geldstrafe für die Verletzung einer gesetzlichen Bestimmung; festgesetzte Gebühr.
kore- (kor-, kur)mede, -meide, Abgabe nach dem Tode eines Hörigen an seinen Herrn; urspr. das s. g. Besthaupt, später zu Geld angesetzt; koremedeslude, Leute, die k. zu zahlen verpflichtet sind.
koren, sw. v. 1. brechen, speien, vomere. 2. schwatzen, plaudern.
koren, sw. v. 1. (prüfend) wählen. 2. mit einem kore (Geldbusse) belegen = in kore leggen, für schlecht, straffällig erklären.