leide, adv. als Interj. zum Ausdruck des Schmerzes; gew. im Comparativ leider (Ggs. lever) häufig mit to verb. (to leider! proh dolor!) Vgl. lêde u. lêt.

leide, m. Führer.

leide (lêde), n. 1. Geleite, Führung. 2. das sichere Geleit, salvus conductus; Schutz eines Fremden. 3. die Abgabe, die für sicheres Geleit den leidesheren gezahlt wird.

leide-bôk, Buch zum Aufzeichnen (das »leitet«), registrum.

leide-brêf, Geleitsbrief.

leide-, lei-gelt, Geleitsgeld, Abgabe für sicheres Geleit gegeben.

leide-hunt, Leit-, Jagdhund, der am Seile geführt die Fährte des Wildes aufsucht.

leide-lage, f. das Legen eines Hinterhaltes. Lies leide lage?

leiden (lêden), sw. v. 1. leiten, führen. 2. bes. das sichere Geleit, den salvum conductum, geben. 3. führen (ein Leben etc.); im gerichtl. Sinne: enen tuch l., einen Zeugen (oder Zeugnis) vorführen, producieren.

leider (lêder), m. Führer.