nê-man, -men, -mant, -me(n)t, -mende, niemand.
nê-mandes, -mens, der Gen. v. nêman als Nomin. u. Accus. verwandt, wie nichtes, wes.
nême = annême, angenehm, lieb.
nemede (nemende, nēmpte,) n. ein Eidgericht von zwölf Männern, von dem Kirchspiel, der Bauerschaft, dem Geschlechte, der Kluft etc. (in Ditmarschen) ernannt, zur Eideshülfe und zum Urteil über vorgelegte Beweismittel. Vgl. nempt.
nemelik, namentlich benannt, bestimmt; namhaft, bedeutend.
nem(e)lik(en) (nemelink), adv. namentlich benannt, mit genauer Angabe; besonders, vor allen; nemlich, bei Erklärungen, Aufzählungen etc.
nemen, st. v. 1. nehmen, ergreifen, wählen; nautisch = prisen. 2. wegnehmen, holen, rauben; abs. plündern (n. up ênen). 3. nehmen, bekommen, empfangen, vromen, schaden n.; doden n., (im Kampfe) Tote verlieren. 4. verstehen. – de vlucht n., rât n. (sich beraten; sich entschliessen) u. andere Obj. – abs. zur Ehe nehmen. – nemen bi sinem êde, eidlich versichern; to gude n., es gut aufnehmen, to sik n., 1. wahrnehmen; sich merken; 2. Schuld oder Verpflichtung auf sich nehmen, up sik n., im rechtl. Sinne: belastet werden, einer That oder Schuld verdächtig werden, vor sik n., über-, unternehmen.
nemene (l. nemerne?), rapidus.
nemer-geselle, Räuber, Pirat.
neminge, das Nehmen, Wahl.