plech-sede, m. f. Sitte, der man pflegt, Gewohnheit.
plechtich und plechtlik, gewöhnlich; adv. plechtliken.
plecke, f. Stelle, Platz; Flecken, Mal.
pleden, Hefe, murca (fex olei inferior).
plege, st. f. 1. Pflege, Besorgung. 2. Gewohnheit, Sitte. 3. Abgabe, Zins, Pacht, (jährliche) Leistung an Geld oder Dienst.
plege, pflichtig = plegende.
plege-, plechhaft, -haftich, zu plege verpflichtet, zinshaft.
plege-, plechlik, gewöhnlich, üblich, herkömmlich; plegelike jare, die (üblichen) Jahre der Mündigkeit; adv. plegeliken.
plege-molle, Mulde für die plegeslude.
plegen, st. (selten sw.) v. 1. mit Gen. (selten Acc.) pflegen, mit einem oder etwas zu thun haben, sich dauernd womit befassen, sorgen wofür; mit einem Subst. oft nur einen Verbalbegriff umschreibend; rechtes (richtes, recht) plegen, vom Richter: Rechtspflege üben, Recht sprechen; vom Kläger und Beklagten: sich auf ein gerichtliches Verfahren einlassen, zu Gerichte stehen, sich zu Rechte stellen, den Rechtsweg betreten; mit Dat. d. Pers. und Gen. d. Sache, wofür sorgen, liefern, reichen, womit dienen; mit Inf. (mit und ohne to) gewohnt sein. 2. plege gegen jem. haben, zu (Dienst- oder Geld)leistungen verpflichtet sein. – In der Bedeutung »pflegen = warten« (als sw. v.) erst in späterer Zeit.