schôt, m. 1. Schoss der Kleidung, der Rüstung. 2. Schoss des menschlichen Körpers. 3. Flussbett, Meeresschoss, Busen. 4. der hinterste Teil der Kirche.
schot-angel, e. Art Angel (die verboten ist); -bane, f. Schiessbahn; -bar, steuerpflichtig; -boge, Bogen (die Waffe); -bôk, Register der steuerpflichtigen Bürger; -bore, Bahre zum Transport von Erde? -busse, Schiessgewehr, Geschütz; -dele, Brett zur Dielung, Täfelung; -dor, Fallgatter, -thor; -forke, Heu-, Strohgabel; -gaddere = schotdor; -glevige, f. Wurfspeer; -hêre, Ratsherr, welcher die Bürgersteuer einnimmt; -holt = schotdelen; -kamere, 1. Zimmer, wo die Bürgersteuer erhoben wird. 2. Verschlag von Brettern? -line, tormentum, funis navis quo naute utuntur, »aufgeschossenes« Tau? -mêster, ein Ehrenamt im Stahlhof zu London; -porte = schotdor; -reise? Kriegszug, wozu die verbündeten Parteien Beitrag leisten? -renne, 1. Wasserleitung aus Bohlen? mit Verschluss? 2. Kehlrinne am Zusammenstoss zweier Dächer, am Schornstein; -rîs, Schössling, junger Trieb; -spole, Weberspule, -schiffchen; -swîn, Schwein, als Steuer gegeben; -vinger, Zeigefinger (mit w. man schiesst); -ware unde lude, Krämerware u. Krämer? vgl. schotte.
schote, st. m. Schuss; ên s. weges, als Massbestimmung; Pfeil, Ladung des Schiessgewehrs.
schote, schate, f. das Schiessen, Aufwachsen, crescendi ratio.
schôte, Tau, an die untere Ecke des Segels befestigt, um das Segel zu spannen.
schôte (dän. skjøde), f. Eigentumsübertragung (urspr. unter Übergabe einer Erdscholle in den Rockschoss des Käufers).
schôte-brêf, Urkunde über Verkauf von Immobilien, Überlassung von Rechten etc.
schôtel-bêr, das Bier, das beim schôten geschenkt ward; die Schaffer hiessen schôtelhêren.
schôtel-bôk, Buch, in welchem die Eigenthumsübertragungen verzeichnet stehen.
schotel-eit, eidl. Gelöbnis, die Bürgersteuer richtig erlegen zu wollen.