spele-, meist spel-, speel-, selten spil-bal, Spielball; -bret, -bert, Spielbrett; -broder, unehelicher Bruder; -dach, freier Tag, blauer Montag; -dât, unvorsätzliche Verwundung beim Spiel; -gaden = spelhûs; -gânt, das Lustwandeln, Spielen; -gelt, Nadelgeld der Ehefrau; -grêve, Musikdirektor; -hûs, Spiel-, Tanzhaus, überh. Gemeinde-, Stadthaus; -kint, Bastard, spec. der vor der Ehe gezeugte; -man, pl. -lude, Spielmann, Musikant, Gaukler; -note, Spielgenosse, -in, -kamerad; -penninge, denarii truphales, truphatorii, ludibiles, e. Art Nadelgeld, w. die Tochter von den Eltern ausser der Mitgift erhielt; -sone, unehelicher Sohn; -vogel, Vogel, mit w. man spielt; v. Menschen, bes. Kindern: Spielpuppe, Liebling; -vrouwe, -wîf, Concubine, Kebsweib; Musikantin, Gauklerin; -werk, Spielwerk, bes. musik., Glockenspiel.

spelen, sw. v. 1. in lebhafter, freier Thätigkeit sein, z. B. v. den Augen. 2. Scherz treiben, sich vergnügen; spelen varen, gân, spazieren gehen. 3. ein Spiel, bes. ein Glücksspiel treiben. 4. musikalisch oder scenisch spielen; dramatisieren. 5. brünstig sein; Euphem. für: die Geschlechtslust stillen.

speler(e), spelre, Spieler.

spêlik, adj. spêliken, adv. höhnisch.

spelinge, ludibrium.

spelling, die gemeine, gelbe Pflaume.

spelte, f. abgespaltenes Stück; Knoblauchszehe; = rörken, siphunculus (Kiel, Spule? vgl. rôr).

spelte, Spelz, ador.

spen, Zwist, Zerwürfnis, Streit.

spen, Spanne, palma.