stânt, n. u. stant, m. 1. das Stehen, der Stand. 2. = bestant, Stillstehen der Feindseligkeit, Friede. 3. Bestehen, Beständigkeit.

stant-(h)aftich, -achtich, fest, bestehend, standhaft. Sbst. -ticheit.

stant-genote, stant-, stande-note, Standgenosse, d. i. Schöffe, Gerichtsbeisitzer.

stanthart, m. (frz. estendard) Standarte; eine Kopfbedeckung der Weiber?

stant-vast, was fest steht, unbeweglich, beständig.

stant-vasticheit, Beständigkeit.

stant-wort = standelwort.

stapel, Heuschrecke.

stapel, m. 1. Säule, jeder säulenartige Gegenstand; z. B. Grenzpfahl; der Kirchturm (ohne die Spitze); Wachsstock, Kerze. 2. jede Unterlage, auf der etwas ruht, Block, z. B. Haublock, Amboss; in der Schiffsbaukunst die Unterlage zur Erbauung e. Schiffes. Im bes. ist st. auch die Bühne, von der das Urteil des Richters gesprochen wird; daher Gerichtsstätte, Gericht. 3. aufgeschichteter Haufe von Holz oder Waren, Ballen. 4. Verkaufsstelle, Stapelplatz.

stapel-gelt, Geld, w. die Flaminge 1392 zahlten, damit der Hansische Stapel wieder nach Brügge kam; -gût, Gut, das auf den stapel gebracht werden darf (Ggs. ventegût), schichtbare Waren (Tuch); -hof, Warenniederlage; -licht, grosses Wachslicht = tortisie.