strik, n. u. m. Strick, Schnur, Band, Schlinge; bildl. Nachstellung.

strîk-, selten strike-benke, Zugbank der Böttcher; -bret = strîkholt; -glas, Glaswalze zum Plätten; -holt, Holz zum Abstreichen des gefüllten Masses; -iseren, Schabeisen der Gerber; -leddere, Leiter v. zwei Bäumen zum Herabgleiten v. Fässern; -mate, gestrichenes Mass; -mure, steinerne Brustwehr; -schepel, der gestrichene, gemeine Scheffel; -stâl, Messerschärfer v. Stahl; -stên, Probierstein; -up, kleines Netz in engen Gewässern; -were, f. Brustwehr, Streichwehr der Festung; -wisch, Kehrwisch.

striken, st. v. 1. intrs. sich in grader Linie leicht fortbewegen, laufen, eilen; gehen, ziehen, wandern; umherstreichen; weggehen, weichen; nachgeben, klein beigeben; s. gân, sich davon machen; dat anker s. laten, das Anker fallen lassen. 2. trans. schlagen; Taue verfertigen; wischen, streifen; glätten, plätten; schärfen, wetzen; schmieren, aufstreichen; in lîm s., leimen; das Kornmass abstreichen; Tuch und Leinen messen; das Segel einziehen; die Flagge streichen, sich ergeben (auch ohne Obj.).

striken-, strîk-vul, ganz bis an den Rand voll, gestrichen voll.

striker, Streicher, bes. der (geschworne) Tuchmesser.

strikersche, Herumstreicherin?

strikliken, adv. nach Art eines Strickes, fest.

strime, sw. m. Streifen, Strich; Mal auf der Haut v. Rutenstreichen etc., Schmiss, Streich; Strahl, de witte s. an dem hemmele, die Milchstrasse.

strimele, Streifen.

strintze, (wildes) Mutterpferd.