veige, veie, vom Schicksal zum Tode bestimmt, dem Tode entgegen gehend; feige, verzagt, erschrocken.

veige, veie, sw. f. des Vaters Schwester.

veigel(e) = veile, feil.

feigelen = feilen, fehlen.

feil, m. Fehl, Fehler; Mangel, Gebrechen; das Fehlende, die Differenz; Beschwerde; sunder, ane f., ohne Fehler, unfehlbar, sicherlich.

feil, fehler-, mangelhaft, schlecht, trügerisch, unzuverlässig.

veil-becker, der nicht abbackt und für den Hausverkauf, sondern auf den Hausier-Verkauf backt (Ggs. hûs-becker).

veil(e), adj. feil, käuflich; v. dragen, zum Verkauf austragen, hausieren mit; tom veilen kope bringen, veile markede holden, Waren öffentlich ausbieten; auch v. Ort, wo etwas feil geboten wird: öffentlich, krôch, taverne, stove, vor dem veilen tappen stân, v. Bier; veiler, bet veile, bet veiler, wohlfeiler; fig. veile holden, preisgeben.

feile, sw. f. 1. Kopftuch, Schleier, Mantel. 2. ein grobes, schlechtes Gewand. frz. faille.

veilen, sw. v. feilhalten, zum Verkauf bieten, überh. Handel treiben mit.