vor-dêl, n. Vorteil, Gewinn; Vorrang, Ehre; Vorrecht, z. B. Vorzugsrecht eines Gläubigers.

vor-dêlen, privilegiare, -ri.

vordêlen, verteilen, in Stücke teilen u. so weggeben; abtrennen, scheiden; verurteilen; ênem wat, absprechen, aberkennen, durch Urteilsspruch nehmen.

vordelginge, Vertilgung, Vernichtung.

vor-dêlhaftich, eigennützig, auf eigenen Vorteil bedacht.

vordeligen, -delgen, vertilgen, vernichten, auslöschen, aufheben, unwirksam machen.

vor-dêl(i)k u. -dêlich, vorteilhaft, förderlich; v. Menschen: fördernd, hülfreich.

vordêmodigen, refl. sich herablassen, sich bequemen.

vordempen, sw. v. trans. dämpfen, ersticken; (e. Graben etc.) zuwerfen, ausfüllen; intrans. ersticken.

vordênen, -deinen, sw. v. durch Dienst oder Arbeit erwerben; ên gût, für e. Lehen Kriegsdienste leisten; verschulden (durch Missethat Strafe); durch Gegendienste erwidern, vergelten, auch m. pers. Obj.: v. unde vordedingen.