wek = welk, welcher.
wêk, weich, zart, nachgiebig; w. holt, Weichholz; vom Winter: milde, gelinde, ohne Frost; weichmütig, gerührt; einem eine weke siden vinden, jem. durch Bitten gewinnen.
wêke, weike u. weke (wecke)? st. sw. m. f. 1. das Linament zur Offenhaltung einer Wunde, Charpie, Wundpflaster. 2. Lunte. 3. Docht?
wêke, st. f. Ort oder Vorrichtung zum Erweichen, Geschmeidigmachen eines Dinges.
wêke, sw. f.? Düngung, Dünger im Acker u. seine Wirkung; auch wêken-gare? oder l.: wêken, gare?
weke, (wecke), st. m. Weichen, Flucht; den w. (unde rugge) geven, den w. nemen, fliehen; fig. weichen, nachgeben, nicht widersprechen; einen w. krigen, e. Ausflucht finden, e. Vorwand etwas zu unterlassen.
weke, Woche; s. wekene.
wêke-bank, Bank, Tisch der Fischweicher; -brôt, Brotschnitte, mit Fleischbrühe übergossen.
wek(e)lik, -likes, -l(i)ken u. wekelink, -linge, -linges, adv. wöchentlich.
wêken, sw. v. weich machen, erweichen; vische, getrocknete Fische zum Kleinverkauf aufweichen; de braden, den Braten weichen, fig. eine Sache reif werden lassen, seine Zeit abwarten; fig. erweichen, milde stimmen, besänftigen; intrans. weich werden; Tauwetter werden.