werp(e)-gelt, 1. Entschädigung für das Auswerfen von Ladung in Seenot. 2. Lohn für Kornumstechen.

werpe-gût, in Seenot über Bord geworfene Waren.

werpel-klôt, spinnenklôt, turbo.

werpen (warpen), st. v. werfen, schleudern, schmeissen; bewerfen (mit lungen, mit Zweigen, etc.); techn. die Kette des Gewebes machen; würfeln, ogen w.; gût, auch abs., Ladung in Seenot über Bord werfen; dat lôt, dat mestken (mittels Messerwurfes), losen; dat lôd, die Tiefe des Meeres, die Neigung einer nicht senkrechten Mauer messen; korn, worfeln, umstechen; van (up) der hût, das sog. Fuchsprellen; fig. die Ware im Preise heruntersetzen; sine ogen, sinen torn, unmôt, sine unhulde, êne ticht w. uppe; w. van, vertreiben, verstossen. Refl. to, sich anschliessen an; tohope, tosamene, sich versammeln, sich vereinigen; ute der havene, das Schiff mittels des Werpankers aus dem Hafen ziehen; wedder, sich auflehnen gegen.

werpinge (warpinge), die Erleichterung des Schiffes durch Ueberbordwerfen der Ladung; = werpegelt.

werp-ledder, f. Wurfleiter (zu Rettung bei Feuersbrunst).

werp-ût, das Spiel des Fuchsprellens.

werre, st. m. Hofbesitzer (vgl. were)? Ehrentraut, Fries. Archiv I, 465.

werre, n. sw. m. st. f. Verwirrung, Wirrnis, Hindernis, Zwietracht, Streit, Unruhe, Aufruhr.

werren, st. v. Partcp. (ge)-worren und -woren (-waren), m. Acc. oder Dat. verwirren, Wirrnis, Zwietracht schaffen, zuwider sein, schaden, hindern, stören, bekümmern; w. (werrende wesen) twischen, Entzweiung, Streit verursachen, oder ênem to ênem (up ênen), jem. Grund zur Klage, Erbitterung gegen jem. geben. Refl. in, sich worin verwickeln, sich womit zu thun machen; under einander, sich veruneinigen, sich erzürnen.