Als er in Stellung war, wollte er, da kein Schneider zu erreichen war, ein Paar Hosen ändern. Er trennte die Nähte auf, nähte sie anders wieder zu und plättete mit dem großen Stallschlüssel.

Er flickte auch seine Schuhe.

Wenn er die Geschwister Quartette spielen hörte, war er nie zufrieden mit der Ausführung. Er spürte eine Lust, aufzuspringen und ihnen die Instrumente fortzunehmen, um ihnen zu zeigen, wie es sein mußte.

Wenn er seine Singstimme übte, benutzte er das Cello. Wenn er nur gewußt hätte, wie die Saiten hießen.

Johan hatte die Wahrheit sagen gelernt. Log ein wenig, wie alle Kinder, aus Selbstverteidigung oder auf naseweise Fragen; es machte ihm aber ein brutales Vergnügen, mitten in einer Unterhaltung, wenn man mit der Wahrheit Umstände machte, gerade heraus zu sagen, was alle dachten. Auf einem Ball fragte seine Dame, als er schweigsam war, ob ihm das Tanzen kein Vergnügen mache.

— Nein, durchaus nicht.

— Warum tanzen Sie denn?

— Weil ich dazu gezwungen bin.

Er hatte Äpfel gestohlen, wie alle Knaben, und das bedrückte ihn nicht; er machte kein Geheimnis daraus. Es war ja hergebracht.

In der Schule hatte er niemals Verdrießlichkeiten gehabt. Einmal am letzten Tage des Vierteljahrs hatte er einen Kleiderhaken abgebrochen und alte Schreibhefte zerrissen, aber mit andern zusammen. Er allein wurde bestraft. Es war eine Unart, ein Ausbruch wilder Freude und wurde nicht weiter tragisch genommen.