Geijerstam las das Interview, gab es aber dem Verleger zurück. Inzwischen hatte Strindberg schon, bei seinem unerhörten Fleiße, den zweiten Teil (Kapitel 11-22) vollendet. Er war inzwischen nach der Schweiz gezogen.

In einigen Tagen geht der zweite Teil vom „Sohn einer Magd‟ ab. Vielleicht schon morgen. Ich halte ihn für das bedeutendste Buch, das seit langem in Schweden geschrieben wurde, aber es ist für die Gebildeten geschrieben und kann von der Unter- und Mittelklasse nicht gelesen werden. Wendet sich daher an die akademisch Gebildeten, für die ich eigentlich schreiben müßte. Von Nisse und Nasse nicht verstanden zu werden, freut mich nicht, und ich kann sie nicht bekehren. August Strindberg.

Othmarsingen (Schweiz), 18. Juni 1886.

Als Untertitel schlägt Strindberg für den zweiten Teil (Kapitel 11-22) „Sturm und Drang‟ vor; diesen deutschen Titel übersetzt der Verleger mit „Gärungszeit‟.

Gärung ist gut, aber das ist ein Fäulnisprozeß. Paßt also nicht für meine gesunden Gedanken.

18. Juli 1886. August Strindberg.

Die deutsche Ausgabe vereinigt beide Teile in einem Bande.


STRINDBERGS LEBENSGESCHICHTE

Strindberg will seine autobiographischen Schriften als

EIN GANZES

betrachtet wissen; ja, er möchte sie in einem einzigen Bande vereinigen, damit seine Leser nur das ganze Werk erwerben können, nicht diesen oder jenen Teil. Um diesen Wunsch des Dichters, soweit es möglich ist, zu erfüllen, werden Teile wie „Die Beichte eines Toren‟ nicht einzeln verkauft.