Der 40jährige, bis zur LEBENSGESCHICHTE IV, bis 1899

Der 50jährige, bis zum BLAUBUCH, bis 1909


STRINDBERGS VÄTERLICHER STAMMBAUM

Nach Paul Meijer-Granqvist in Stockholm.

Von seiner Herkunft schreibt Strindberg selbst: „Es gab einen alten Stammbaum, der im siebzehnten Jahrhundert Adel nachwies.‟ Hier hat der Dichter männliche und weibliche Abstammung vermengt; denn auf der Schwertseite hatte die Familie kein adliges Blut in den Adern, und der einzige Geistliche, Strindbergs Urgroßvater, Henrik, der den Familiennamen annahm, war Bauernsohn aus dem Dorfe Strinne (daher der Name) im Kirchspiel Multrå in Ångermanland. Er war 1710 geboren und starb 1767 als Unterpfarrer von Refsund und Sundsjö in Jämtland. Durch ihn kommt wahrscheinlich, nach Strindbergs Worten, „die ganze väterliche Verwandtschaft aus Jämtland, mit nordschwedischem und vielleicht finnländischem Blut‟.

Henrik Strindberg ehelichte 1743 Maria Elisabet Åkerfelt (geb. 1725), deren Vater Hauptmann im jämtländischen Regiment war; und auf deren väterliche Abstammung zielt wohl der Dichter mit der „alten Stammtafel‟. Durch diese Mutter seines Großvaters stammt der Dichter in der Tat von ihrem Urgroßvater ab, Johan Olofsson zu Rajkull, der 1646 geadelt wurde und den Namen Åkerfelt erhielt „für seine dem König Gustav Adolf und dem Reichskanzler Oxenstjerna geleisteten Dienste; außerdem dafür, daß er bei der Grenzkommission in Estland und dem Burggericht auf Schloß Reffle (Reval) von Nutzen gewesen‟. Dessen Sohn, Johan Åkerfelt, wurde Hauptmann bei der Garnison in Riga; nahm 1682 seinen Abschied, als er einen Hof, Tulina, am Newafluß zu Lehen erhielt; auf diesem Hof wohnte er bis 1702, da er, nach der Familienüberlieferung, genötigt wurde, mit seinen Kindern auf einem Boot zu entfliehen, weil die Russen seinen Hof und die Saat auf dem Felde plünderten. Mit seiner Frau, Sabina Wolff, Tochter eines Kapitäns bei der Adelsfahne, hafte er einen Sohn, Zacharias (geb. in Riga 1682), der sich als tapferer Krieger unter Carl XII. bekannt machte. Nach dem Ende des großen Unfriedens erhielt dieser den Charakter als Major, nahm seinen Abschied und starb 1754. Während er zu Wismar in Garnison lag (1713, nach der Schlacht bei Gadebusch), gewann er als Braut eine Tochter des Dr. med. Martin Scheffel, der einem alten geachteten Patriziergeschlecht in Wismar angehörte.