Die Mutter sah ihn lange an; dann sagte sie:
— Du mußt nicht so fluchen!
Die Körperstrafe hatte ihn gedemütigt, ihn gekränkt; er war böse auf Gott, Eltern und am meisten auf die Brüder, die nicht für seine Sache Zeugnis abgelegt, obwohl sie den Verlauf kannten. Er sprach kein Gebet an diesem Abend, aber er wünschte, es möge Feuer ausbrechen, ohne daß er anzustecken brauche. Und auch noch Dieb!
Seit diesem Abend war er verdächtig, oder richtiger, sein schlechter Ruf hatte sich befestigt. Lange wurde er damit gepeinigt, daß man ihn an diesen Diebstahl erinnerte, den er nicht begangen hatte.
Ein anderes Mal machte er sich selber der Lüge schuldig, aber durch eine Unachtsamkeit, die er lange nicht erklären konnte. (Wird Eltern zum Nachdenken empfohlen.) Ein Schulkamerad kommt mit seiner Schwester an einem Sonntagmorgen im Frühling zu ihnen und fragt, ob er mit in den Hagapark kommen wolle.
— Ja, das möchte ich, aber ich muß erst Mama um Erlaubnis fragen. (Papa war fort.)
— Dann beeile dich!
Ja, aber er muß dem Schulfreund erst sein Herbarium zeigen.
— Wollen wir jetzt gehen?