Er nahm ihn. Ab! Das wärmte den Körper, die Tränen traten ihm in die Augen, und ein leichter Nebel lagerte sich über das Zimmer; aber durch den Nebel klärte es sich auf; die Kräfte wuchsen, der Gedanke arbeitete, es kamen neue Gesichtspunkte, die dunkle Vergangenheit wurde heller.
Dann kam das saftige Stück Fleisch. Das war Essen!
Der Freund aß noch ein Butterbrot mit Käse. Johan fragte:
— Was sagt der Wirt dazu?
Der Freund lächelte ihn wie ein alter Onkel an:
— Iß nur; es kostet ebensoviel!
— Nein, aber Käsebutterbrot zum Beefsteak! Welche Unsitte!
Aber wie gut das schmeckte! Es war ihm, als esse er heute zum ersten Male. Und dann Bier.
— Soll jeder eine ganze halbe Flasche trinken? Bist du verrückt?
Das war doch einmal Essen! Das war kein so leerer Genuß, wie der blasse Mann behauptet hatte! Nein, das war ein solider Genuß, starkes Blut in halbleere Ader rollen zu fühlen, welche die Nerven zum Kampf des Lebens versehen sollten. Es war ein Genuß, zu fühlen, wie die entschwundene Manneskraft zurückkehrte; zu fühlen, wie sich die schlaffen Sehnen eines halb gebrochenen Willens wieder spannten. Die Hoffnung erwachte, der Nebel wurde eine rosenrote Wolke; und der Freund ließ ihn in die Zukunft blicken, wie sie von der Freundschaft und der Jugend gedichtet wird.