Dann zogen sie weiter; über die Nordbrücke, durch die Münzstraße nach dem Markt.

»Da steht noch das Ritterhaus!« sagte Sellén.

»Ja, und ich war dabei, als es geschlossen wurde,« fiel Doktor Borg ein. »Denkt nur, unsere großen Männer vom letzten Plenum! Der größte von den Großen; was für ein Ende! Falk faßte er, weil er ihn ausspionierte!«

»Und da ist die Riddarholmskirche; mit Karl dem Zwölften und all dem!«

»Du meinst Gustaf Adolf, wenn du es auch nicht zu sagen wagst.«

»Apropos Gustaf Adolf, wißt ihr, daß dieses kleine Grabchor hier das Vasaborgsche heißt und daß da sein Sohn von Margareta Cabeljau liegt?«

»Ja, das ist freilich eine Geschmacklosigkeit; aber habt ihr nicht den Grabstein des alten Cabeljau in der Kirche gesehen? Ich habe ihn nicht gesehen, doch er ist in einer Beschreibung der Kirche erwähnt. So ehrt man unsere großen Erinnerungen! Man könnte diese Cabeljaus gut totschweigen!«

»Ich habe dieser Tage gelesen, wie man 1793 in Saint-Denis gewirtschaftet hat, als alle Königsgräber geöffnet und entleert wurden,« erzählte der Doktor. »Da konnte man eine Menge interessante physiologische Studien machen. Ludwig XV. war zum Beispiel nur noch ein schwarzes, vermodertes, stinkendes Teerpräparat …«

»Wißt ihr, da wir nun doch gerade bei den Kirchen sind, wollt ihr nicht auch meine Kirche einmal anschauen?« sagte Architekt Borg; »ich habe sie freilich nicht gebaut, aber ich habe sie restauriert; die Schlüssel habe ich in der Tasche, und Isak kann Orgel spielen, wenn er will.«

Das war im Stil des Doktors, und jetzt machte man kehrt, um sich Kurts Kirche anzusehen, wie sie genannt wurde.