– Du wirst meiner überdrüssig, sagte er. Ich bin alt und langweilig.

Dann wurde ich von Mitleid ergriffen mit dem armen Einsamen, dessen hohe Stellung ihm verbot, sich Verkehr zu suchen.

Wir liefen schliesslich Havana an; ich erhielt Erlaubnis, an Land zu gehen, musste dem Chef aber versprechen, nicht mit den Kameraden schlechte Häuser zu besuchen. Er nahm mir förmlich ein Gelübde ab.

Als ich wieder an Bord kam, fragte er mich, ob ich bei einem Mädchen gewesen sei. Ich antwortete nein, der Wahrheit gemäss.

– Das ist recht, mein Junge, sagte er. Nimm dich vor den Weibern in Acht! Hörst du!

Und dann segelten wir wieder.

Eines Abends, ich vergesse ihn nie, es war auf der Höhe von Madeira, die Luft war heiss wie in einem Gewächshaus, wir trugen nur Hemd und Hosen, und die Windstille hatte vier Tage gedauert.

Um acht Uhr betrat ich die Kajüte des Chefs, vollständig bekleidet. Er war sehr erregt. Konnte kaum sprechen.

– Das ist eine furchtbare Hitze, seufzte er; zieh den Spenzer aus.

Dagegen hatte ich nichts einzuwenden, obwohl es im höchsten Grad gegen Reglement und gute Sitte verstiess.