Zwei Jahre lang setzte ich die Jagd nach ihnen fort; nachdem ich einen Freund für die Sache interessiert habe, sage ich ihm einen Fundort, damit er einen Photographen dorthin schickt.
Die Expedition missglückte, und ein Jahr später entdeckte ich, dass die Adresse unrichtig war.
Jedesmal, wenn ich seitdem eigensinnig diese Untersuchung fortsetzen will, stellen sich Hindernisse ein, die zu merkwürdig sind, als dass ich sie dem Zufall auf Rechnung setzen könnte.
So, um nur ein Beispiel anzuführen, habe ich eines Morgens beschlossen, mit einem Altertumsforscher einen Ausflug zu machen, um die Frage mit einem einzigen lange vorbereiteten Schlag zu entscheiden. Da passiert es mir, dass auf der Strasse vor meiner Tür eine Zwecke in meinem Stiefel losgeht und mich in den Fuss sticht. Anfangs kümmere ich mich nicht darum, als ich aber an die Wohnung des Begleiters gekommen bin, wird der Schmerz so heftig, dass ich stehen bleiben muss. Unmöglich, weiter zu gehen; kein Ausweg, umzukehren! Wütend ziehe ich in meinem Verdruss den Stiefel aus und mache die Zwecke mit einem Messer glatt. Eine dunkle Erinnerung an meine Swedenborg-Lektüre ruft mir in einem Augenblick folgende Stelle zurück: "Wenn die Zuchtgeister eine schlechte Handlung sehen oder die Absicht, etwas Unrechtes zu tun, so strafen sie durch einen Schmerz im Fuss, in der Hand oder in der Gegend des Zwerchfells." Aber aufgestachelt wie ich war von Wissbegierde, die ich für zulässig und lobenswert hielt, setzte ich den unterbrochenen Weg fort und schloss mich alsbald meinem Kameraden an.
Die Exkursion soll in einer Grotte, die im Park liegt, anfangen. Aber der Eingang ist durch Schmutzhafen scheusslichster Art versperrt; auf eine so herausfordernde oder vielmehr ironische Weise sind sie dahingelegt, dass ich lächeln muss.
Die andere Fundstelle, die ich gut kenne, ist in einem Garten, wo Steinblöcke um einen Baum gruppiert sind, an die man leicht heran gehen kann. Aber diesen Morgen hat der Gärtner den Baum und die Altertümer durch einen Ring von Blumentöpfen so abgesperrt, dass ich meinem gelehrten Begleiter nichts zeigen kann. Ein schönes Fiasko!
Doch durch die Hindernisse gereizt, schleppe ich meinen Mann, der anfängt, sich zweifelnd zu stellen, quer durch die Stadt nach einem Hof, wo ein ganzes Museum zusammengebracht ist. Dort wird wohl der Ausschlag gegeben werden, und ich erwarte ein Resultat, das geeignet ist, verblüfft zu machen. Wir werden sogleich von einem der schlimmsten Köter begrüsst; als wir ihn anschnauzen, werden die Einwohner des Hauses auf den Hof gelockt; wir müssen unser Anliegen hervorbrüllen, um den bellenden Hofhund überschreien zu können. Es ist ein geschlossenes Gitter rings herum angebracht, und man kann den Schlüssel nicht finden!
—Gibt es noch mehr Stellen? Fragt mich der Altertumsforscher, der mich bereits verachtet.
—Ja, die gibt es, aber ausserhalb der Stadt!
Ich will den Leser nicht mit Lappereien ermüden; genug, nach mehr oder minder ärgerlichen Irrfahrten kommen wir endlich zu einem solchen Haufen Steine. Aber welche Hexerei: ich konnte dem gelehrten Manne nichts zeigen, weil er nichts sah; auch ich selbst, wie mit Verblendung geschlagen, vermochte nicht mehr in ihrer Gestalt etwas wie Abbildung organischer Wesen zu unterscheiden.