Da steht der junge Mann auf und macht, mitten im Café, das vollgepfropft von Leuten war, eine Gebärde, wie um das Gegenteil zu beweisen.

—Das geht über alle Grenzen!

—Es ist ungeheuerlich, und es ist Wahrheit! Und niemand erhebt dagegen Protest; man lacht nur! Aber es ist noch nicht zu Ende! Im selben Augenblick, wie ich aufbrechen will, bittet der unbekannte Jüngling mich, ihm Geld zu leihen. Beschimpft, kochend vor Entrüstung, kann ich jedoch nicht nein sagen, da ich aber kein Wechselgeld habe, gehe ich ans Büffet, von dem Fremden begleitet. Stelle dir die Szene vor, wie ich diesem verdächtigen Schlingel, der aussieht, als bekomme er seine Bezahlung, Geld gebe. Ein alter Lehrer aus Lund, der hinter uns beiden stehen geblieben ist, fixiert mich mit einem Blick, der Gewissheit über den abscheulichen Argwohn ausdrückt. Das ist schön!

—Weisst du was: Ich muss bei dem, was du eben erzählt hast, an gewisse Märchen von Hoffmann denken. Und als ich neulich wieder einmal die "Elixiere des Teufels" las, kam es mir vor, als beruhten die Phantasien des deutschen Dichters auf erlebten Begebenheiten.

—Bald kann man alles Mögliche glauben!—Aber nun die moralische Seite der Sache? Ist eine Vernunft darin, mich vor einem Freund, vor einem ganzen Publikum in falsches Licht zu stellen! Was sollte denn bestraft werden?

—Man darf nicht auf die Mächte böse werden, weil sie sich solcher Massregeln bedienen. Glaubst du, ich tat Schritte, die falschen Gerüchten zu dementieren, die von einem deutschen Schriftsteller verbreitet wurden, als er mich unnatürlicher Instinkte beschuldigte: Nein! Ich verfluchte ihn damals, aber seitdem überwache ich meine Sinnlichkeit. Übrigens hat Swedenborg mich gelehrt, dass solche Bestrafungen, die ohne Unterschied zugefügt werden zu dem Zweck auferlegt werden, uns die Märtyrerschaft schmecken zu lassen, die wir selbst unschuldigen Menschen durch schändliche Verleumdungen und leichtsinnige Äusserungen verursacht haben.

—Mag sein, aber ich werde in den Gedanken meines Freundes immer mit dem Stempel des Lasters gezeichnet sein, und ich werde niemals diese seine Ansicht ausroden können.

—Das ist unangenehm, aber es ist nun einmal so!

Diese banalen und an sich widerwärtigen Geschichten hätte ich wahrhaftig nicht erzählt, wenn sie nicht durch ihre Ungereimtheit den Gedanken auf das Dasein einer Realität leiteten, die nicht reell ist und nicht Vision, sondern eine Phantasmagorie, hervorgerufen von den Unsichtbaren in dem bestimmten Zweck, zu warnen, zu lehren, zu strafen.

Dieser Zustand, von den Theosophen die Astralebene genannt, wird von Swedenborg, Arcana, letzter Teil, also geschildert: