Wasserfall und Mühle machen einen Lärm, der dem Ohrensausen gleicht, das mich seit den ersten Pariser Unruhen verfolgt. Die Müllergesellen, weiss wie falsche Engel, bedienen das Räderwerk der Maschine wie Henker, und das grosse Schaufelrad tut seine Sisyphusarbeit, indem es das Wasser rinnen und rinnen lässt.

Dann kommt die Schmiede mit ihren nackten und schwarzen Schmieden, die mit Zangen, Haken, Kluppen, Hämmern bewaffnet sind, unter Feuer und Funken, glühendem Eisen und geschmolzenem Blei arbeiten: es ist ein Lärm, der das Gehirn in seinem Schädel erschüttert und das Herz im Brustkasten springen lässt.

Dann das Sägewerk und die grosse Säge, die mit den Zähnen knirscht, wenn sie auf der Folgerbank die riesigen Baumstämme martert, deren durchsichtiges Blut auf den klebrigen Boden rinnt.

Der Hohlweg läuft weiter am Bach entlang, durch den Wolkenbruch und Wirbelsturm verwüsten; die Überschwemmung hat die scharfen Kieselsteine, auf denen die Füsse ausgleiten, mit einer Schicht graugrünen Schlammes überzogen. Ich möchte das Wasser überschreiten, aber der Steg ist fortgerissen, und ich bleibe unter einem Abhang stehen; der überhängende Fels bedroht mit seinem Fall eine Jungfrau Maria, die mit ihren schwachen und göttlichen Schultern allein den unterwaschenen Berg hält.

Ich kehre auf meinen Spuren um, in tiefem Nachdenken über diese Verbindung von Zufällen, die zusammen ein grosses Ganzes bilden, das wunderbar ist, ohne übernatürlich zu sein.

Acht Tage und acht Nächte verlaufen ruhig in der Rosenkammer. Der Friede des Herzens kehrt wieder bei dem täglichen Besuch meines Töchterchens, das mich liebt, das geliebt wird und liebenswürdig ist; und meine Verwandten pflegen mich wie ein armes, verlorenes Kind.

Die Lektüre Swedenborgs beschäftigt mich am Tage. Der Realismus seiner Schilderungen zermalmt mich. Alles findet sich darin wieder, alle meine Beobachtungen, meine Eindrücke, meine Gedanken; seine Visionen scheinen mir erlebt zu sein, wie wahrhafte menschliche Dokumente. Es handelt sich nicht darum, blind zu glauben, es genügt, das Gelesene mit seinen eigenen erlebten Erfahrungen zu vergleichen.

Doch der Band, über den ich verfüge, enthält nur einen Auszug, und die Haupträtsel des geistigen Lebens werden mir erst später gelöst, als das Werk selber, "Arcana Coelestia", mir in die Hände fällt.

Während der Gewissenszweifel, die durch die Überzeugung, dass es einen Gott und Strafen gibt, erwacht sind, trösten mich einige Zeilen Swedenborgs, und alsbald bin ich bereit, mich zu entschuldigen und wieder hochmütig zu werden.

Am Abend also, als ich meiner Schwiegermutter beichte, sage ich zu ihr: