Bahnhof der Dux-Bodenbacher, Prag-Duxer und 1 Stunde entfernt: Aussig-Teplitzer Bahn.

Oberleutensdorf, Stadt, 3300 E., 320m; Mittelpunkt der Spielwaarenindustrie, hat ferner eine Filztuch-, Garn- und Möbelfabrik, ein dem Grafen Waldstein gehöriges Schloss, ein stark eisenhaltiges Bad.

Geschichtliches. Oberleutensdorf war vor dem Jahre 1715 ein unbedeutendes Dörfchen und wurde in diesem Jahre von Karl VI. zu einem »Stadtl« erhoben; der Ort wuchs, besonders seit der 1715 in's Leben getretenen Tuchfabrication durch die aus Nah und Fern herbeiströmenden Arbeiter. Nach Beendigung des siebenjährigen Krieges schuf die eingeführte Strumpfwirkerei, noch mehr aber die seit 1822 für Oberleutensdorf so wichtige Erzeugung von Spielwaaren einen neuen Erwerbszweig. (Siehe: Geschichtliches über Dux.)

Sehenswürdigkeiten: 1. Das vom Grafen Johann Josef von Waldstein im J. 1732 erbaute Schloss mit dem neu angelegten schönen Park;

2. die Pfarrkirche mit einem schönen Altarblatt von Skreta;

3. auf dem Friedhofe die gräfliche Todtenkapelle mit der Todtengruft, worin der am 23. Mai 1823 verstorbene Franz Adam Graf von Waldstein-Wartenberg begraben liegt. Die Kapelle enthält ein meisterhaftes Denkmal des Verstorbenen;

4. das prächtige Bürgerschulgebäude, in herrlicher Lage auf einer kleinen Anhöhe.

Spaziergänge:

1. Zum *Schiesshaus; prächtige Lage am Saume des Waldes mit schöner Aussicht auf das ganze Mittelgebirge.

2. Nach *Rauschengrund ½ St. Vor dem Eingange in das Thal links von der Strasse neue, schön gelegene Restauration; weiter die Villa des Fabriksbesitzers Hrn. Riecken, dann die Baumwollspinnerei desselben. Einkehrhaus des Prokop Loos (siehe Katharinaberg).