Das Couvert zumeist à la carte von 1–2 fl. Table d'hôte weniger üblich.

Kaffeehäuser: Kursalon, Theater, Stadt Dresden. Mehrere vorzügliche Konditoreien.

Ausserdem befinden sich auf bedeutenderen Ausflugsorten zumeist vortrefflich eingerichtete Sommerrestaurationen, wo neben allerlei Erfrischungen, Mineralwässern, auch kalte und warme Speisen für civile Preise dargeboten werden.

Kurgäste finden in etwa 230 Häusern in Teplitz und mehr als 80 in Schönau Logis. Da dieselben auch in anderen Häusern in der Stadt Unterkunft finden, so können zu einer Zeit wohl gegen 3000 derselben ihre Kur geniessen. Bei der Ankunft in Teplitz ist es nicht rathsam, sich am Bahnhofe von Agenten, Gepäcksträgern und Droschkenkutschern, die sich in eigennütziger Weise an den Fremden herandrängen, eine Wohnung anempfehlen zu lassen. Man kann da leicht in schlechte oder von den Bädern sehr weit entfernte Wohnungen geschickt werden, die dann wiederum aufgegeben werden müssen. Man lasse sich durch die gewöhnlichen Versicherungen dieser Agenten, es sei alles überfüllt etc., ja nicht ängstlich machen. Wer nicht schon vorher eine Wohnung bestellt hat oder von verlässlicher Seite in ein gutes Haus empfohlen ist, der thut am besten, zunächst in ein Hôtel zu fahren, dann einen Arzt bezüglich der Wahl des Bades zu consultiren und dann eine Wohnung in der Nähe des verordneten Bades zu suchen. Die Täfelchen »Logis« zeigen derlei Häuser an; ein weisser Streifen darüber gibt an, dass das Haus momentan keine Wohnung abgeben kann. Die Miethpreise, die sich per Woche verstehen, sind je nach der Saison verschieden und variiren im Sommer von 5–25 fl., im Winter von 3–12 fl. Das Frühstück wird meist im Logis genommen, im Gegensatze zu anderen Kurorten. Doch kann bei der grossen Zahl Kurhäuser nie Wohnungsnoth eintreten. Dem stets wachsenden Zudrang des Kurpublikums entsprechen grosse und zweckmässige Neubauten der letzten Jahre.

Auskünfte über Wohnungen, sowie Kurangelegenheiten jeder Art ertheilen die Bürgermeisterämter von Teplitz und Schönau, der städtische Badeinspector in Teplitz und in den meisten Fällen auch die Badeärzte.

Lesekabinet im Kursalon. Es liegen auf: die Kur- und Fremdenlisten der besuchtesten Badeorte, ferner eine bedeutende Anzahl Zeitungen politischen und belletristischen Inhaltes in 9 europäischen Sprachen. Kurgäste haben freien Zutritt. Im Damensalon ein Klavier zu freier Benützung. Billardsaal.

Der Kurort Schönau hat ebenfalls ein reich eingerichtetes Lesekabinet.

Buchhandlungen: Ernst Pörzler (Seumestrasse) und H. Dominicus (Königsstrasse). Beide haben Leihbibliotheken, reichlich ausgestattet mit den neuesten Erscheinungen der Literatur, auch in fremden Sprachen.

K. k. Postämter: Teplitz, Schlossplatz, Schönau, Badeg. 85.

K. k. Telegrafenamt: Waisenhausgasse (7 Uhr Früh bis 9 Uhr Abends).