Ein Sturm brach los.
»Die Bank ist gesprengt! Heidi, die Bank!« rief man. Es war ein allgemeiner Jubel. Mit höhnischen Blicken musterte man die Beamten, aber keine Miene zuckte in einem dieser verhärteten Gesichter. Einer warf die trockene Bemerkung hin, die Bank hätte ja die Summe nicht anzunehmen gebraucht, wenn sie nicht gewollt hätte.
In aller Ruhe wurden die kleinen Gewinne ausbezahlt; da kamen auch schon zwei Beamte mit einer Kassette heran. Einer trug sie, der andere diente als Wache.
»Eine Million achtmalhundertvierzehntausendvierhundert Franken!« rief der Rechner von vorhin.
»Zwei Millionen! Unglaublich! Und das mit dreimal zéro! Der Teufel hat seine Hand darin!«
Die Kassette wurde geöffnet, und die Beamten machten sich daran, die eine Million achtmalhunderttausend in Banknoten abzuzählen. Es dauerte eine gute Weile.
»So ein Zeitverlust wegen solch einer Lappalie!« rief ein wütender Spieler. »Allons, faites votre jeu!«
»Stille!« gebot man von der Bank her.
Nun stand einer der Croupiers auf, die Hände voll blauer und grüner Banknoten. »Pardon, meine Herren!« Dann legte er mit einer seltsam elegant nachlässigen Geste einen Haufen zusammengefalteter Päckchen neben dem Golde nieder.
Und nun das Schlußstück dieses wundervollen Schauspiels! Nun wird man ihn, den Tollkühnen, den Wahnsinnigen, den vom Teufel Besessenen, endlich hervortreten sehen, um seine Millionen in Empfang zu nehmen! Irgend ein excentrischer Lebemann, der mit kältester Ruhe der Welt seinen Arm nach dem Mammon ausstrecken wird, um die Banknoten, als wären es Zeitungsnummern, einfach in seine Taschen zu stopfen, und mit dem klingenden Golde — es ist so unbequem zu transportieren — die Chancen des Tisches zu überschütten. Eine Sehenswürdigkeit! — er wird fortan in den Annalen des grünen Tisches als Berühmtheit fortleben!