Verlagsbuchhändler Friedrich Pfeilstücker in Berlin, W.,
Bayreutherstraße 1.
Die Bücherpreise sind in Deutschland noch häufig unmäßig hohe; Länder wie England und Frankreich sind uns in dieser Beziehung weit voraus. Unter solchen Umständen sind die Litteraturfreunde in Deutschland vielfach genötigt gewesen, ihren Bedarf an Büchern aus zweiter Hand zu entlehnen, da der Ankauf der hohen Preise wegen mit zu erheblichen Geldopfern verknüpft war.
Diesen Übelstand möchte der »Verein der Bücherfreunde« dadurch beseitigen helfen, daß er die Veröffentlichung einer Reihe von Werken zeitgenössischer deutscher Schriftsteller — also keine Übersetzungen — aus verschiedenen Gebieten der Litteratur unternehmen und diese Werke seinen Mitgliedern zu einem bisher in Deutschland unerhört billigen Preise zugänglich machen wird.
Für monatlich 1 Mk. 25 Pf. wird jeder in den Stand gesetzt, sich nach und nach eine kostbare Bibliothek von Werken unserer deutschen Autoren — also nicht billige Übersetzungen zweifelhafter ausländischer Romane — anzuschaffen.
Wenn es der »Verein der Bücherfreunde« wagt, Veröffentlichungen zu einem so überraschend niedrigen Preise zu veranstalten, einem Preise, der sogar die vielgerühmte Wohlfeilheit der französischen Romanbände übertrifft, so kann er es nur unter der Voraussetzung thun, daß sein gemeinnütziges Vorhaben von allen Litteraturfreunden durch Mitgliedschaft aufs regste unterstützt wird, denn es bedarf einer großen Zahl von Freunden des Unternehmens, um dieses lebenskräftig zu erhalten.
Zur Veröffentlichung angenommen sind vorläufig folgende
Werke:
Todsünden.
Roman von Hermann Heiberg.
(Bereits erschienen.)