„Ich bin ganz sicher, daß Sie es nicht tun,“ sagte Agatha, nachdem sie einen Augenblick ungläubig geschwiegen hatte. Dann sprang sie auf und faßte ihren Rock an, als wollte sie davonlaufen. „Sie glauben doch nicht etwa, es sei mir ernst gewesen?“
„Ohne Zweifel tu ich das. Und ich bin im Ernst.“
Agatha zauderte und wußte nicht, ob er nicht vielleicht mit ihr spielte, grade so wie sie vorhin mit ihm gespielt hatte. „Nehmen Sie sich in acht,“ sagte sie. „Ich könnte meine Ansicht ändern und auch im Ernst sein. Und wie würde es Ihnen dann zumute sein, Mr. Trefusis?“
„Ich denke, unter den veränderten Beziehungen sollten Sie mich lieber Sidney nennen.“
„Und ich denke, wir sollten lieber mit dem Scherz aufhören. Es war sehr geschmacklos von mir, und ich hätte es vielleicht nicht tun sollen.“
„Es wäre ein schändlicher Scherz, und darum habe ich gar nicht die Absicht, ihn als solchen zu betrachten. Ich werde Sie beim Wort halten, Agatha. Sind Sie in mich verliebt?“
„Durchaus nicht. Nicht im allergeringsten. Ich weiß auf der ganzen Welt niemand, in den ich weniger verliebt wäre oder in den ich mich weniger verlieben könnte.“
„Dann müssen Sie mich heiraten. Wenn Sie in mich verliebt wären, würde ich davonlaufen. Meine verstorbene Henrietta betete mich an und ich erwies mich ihrer Anbetung unwürdig — obgleich sie mir unendlich schmeichelte.“
„Ja, gewiß. Die Art, wie Sie Ihre erste Frau behandelt haben, müßte genügen, um jedes Mädchen zu warnen, Ihre zweite zu werden.“
„Jedes Mädchen, das mich liebt, wollen Sie sagen. Aber Sie lieben mich ja nicht, und wenn ich davonlaufe, dann haben Sie das Vergnügen, mich los zu sein. Unser Heiratsvertrag kann so eingerichtet werden, daß er Ihnen für diesen Fall mein halbes Vermögen zusichert.“