Agatha ließ die Stichelei unbeachtet. Ihr Blick wanderte umher und blieb zuletzt flehend auf Sir Charles haften. „Was soll ich tun?“ fragte sie ihn.
„Nun, Miß Wylie,“ antwortete er ernst, „wenn Sie keine Lust hatten, ihn zu heiraten, dann hätten Sie es ihm nicht versprechen sollen. Ich möchte mich nicht gleichgültig verhalten, und ich weiß, daß es sehr schwer ist, Trefusis los zu werden, wenn er auf etwas Absicht hat, aber noch —“
„Laß sie in Ruhe,“ unterbrach ihn Jane. „Sie will ihn ebenso ernsthaft haben, wie er sie haben will. Du würdest ja ganz unglücklich sein, wenn er davonliefe, trotz allem deinem interessanten Sprödetun.“
„Es ist wirklich nicht so,“ sagte Agatha ernst. „Ich wollte, ich hätte mir Zeit ausbedungen, um darüber nachzudenken. Jetzt hat er es wohl schon aller Welt erzählt.“
„Dann können wir die Sache wohl als entschieden betrachten?“ fragte Sir Charles.
„Natürlich kannst du das,“ antwortete Jane verächtlich.
„Bitte, Jane, laß Miß Wylie für sich selber sprechen. Ich gestehe, ich weiß nicht, warum Sie noch im Zweifel sind — wenn Sie ihm wirklich Ihre Zusage gegeben haben.“
„Ich glaube, ich habe mich einverstanden erklärt,“ sagte Agatha. „Mir ist es, als ob ich noch ein schlimmes Bedenken gehabt hätte, aber ich weiß nicht mehr, was es war. Ich wollte, ich hätte ihn nie gesehen.“
Sir Charles war verwirrt. „Ich verstehe das Benehmen der Damen in solchen Dingen nicht,“ sagte er. „Da es indessen nicht mehr zweifelhaft scheint, daß Sie und Trefusis verlobt sind, so werde ich ihm natürlich nichts sagen, was ihm seine Besuche hier unangenehm macht. Aber ich muß doch bemerken, daß er — um mich gelinde auszudrücken — mir gegenüber leichtfertig gehandelt hat. Ich unterzeichnete in seinem Hause ein Schriftstück unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß es streng privat sei. Und jetzt hat er es in die ganze Welt ausposaunt und öffentlich meinen Namen nicht nur mit seinem zusammengebracht, sondern auch mit dem von Personen, von denen ich nur weiß, daß ich nichts mit ihnen zu tun haben möchte.“
„Was macht es?“ fragte Jane. „Niemand legt den geringsten Wert darauf.“