„Wer zum Teufel hat Ihnen allen in den Kopf gesetzt, Miß Lindsay und ich seien besonders miteinander befreundet?“ rief Trefusis aus. „Sie sind mir immer als der richtige Mann für Miß Lindsay erschienen. Ich werde mich mit Miß Wylie verheiraten.“
„Wirklich!“ rief Erskine mit einem Gefühl, als ob plötzlich nach einem strengen Frost Tauwetter eingetreten sei.
„Natürlich. Und jetzt, Erskine, haben Sie den Vorteil, ein armer Mann zu sein. Lassen Sie das prächtige Mädchen nicht für Geld heiraten. Wenn Sie wie bisher weiter zögern, dann machen Sie sich selbst und sie auch unglücklich.“ Er nickte ihm zu und ging weiter. Der andere stand da und starrte ihm nach.
„Wenn er sie hintergangen hat, ist er ein Schuft,“ sagte Erskine. „Es tut mir leid, daß ich ihm das nicht gesagt habe.“
Er bestieg wieder sein Rad und fuhr langsam den Riverside Road hinunter. Er vermutete zuerst, Trefusis habe ihn getäuscht, aber dann kam er doch dazu, ihm zu glauben, und beschloß auf jeden Fall, seinem Rat in bezug auf Gertrude zu folgen. Die Unterhaltung, die er in der Allee belauscht hatte, machte ihn noch unsicher. Er konnte sie nicht übereinbringen mit Trefusis Geständnis, daß er keine Absichten auf Gertrude habe.
Sein Rad trug ihn geräuschlos auf den Gummireifen zu der Stelle, an der der Schierling wuchs, und hier sah er Gertrude auf dem niedrigen Erdwall sitzen, der das Feld von dem Wege schied. Ihr Strohkorb, mit der Schere darin, lag neben ihr. Sie hatte ihre Finger gekreuzt und ließ ihre Hände auf den Knien ruhen. Ihr Gesichtsausdruck war ganz leer und verriet so wenig ernsthafte Bewegung, daß Erskine lachte, als er dicht neben ihr absprang.
„Sind Sie müde?“ fragte er.
„Nein,“ entgegnete sie ganz ohne Überraschung, und sie lächelte mechanisch, was eine ungewöhnliche Herablassung von ihrer Seite war.
„In Träume versunken?“
„Nein.“ Sie setzte sich etwas zur Seite und bedeckte den Korb mit ihrem Kleid.