„Angenommen, die Polizei macht Sie ausfindig?“
„Die nicht! Übrigens brauche ich mich auch vor der Polizei nicht zu fürchten. Ich habe das Recht, Manchester zu tragen, wenn ich ihn feinem Stoff vorziehe. Und nun denken Sie an die Vorteile, die ich jetzt genieße! Ich bin dadurch hier in die Anstalt hineingekommen und genieße das Vergnügen Ihrer Bekanntschaft. Entschuldigen Sie, wenn ich die Walze weiterziehe, nur um den Schein zu wahren. Ich kann beim Walzen sprechen.“
„Das können Sie, wenn Sie Selbstgespräche lieben,“ sagte sie und wandte sich fort, als er sich erhob.
„Im Ernst, Agatha, Sie dürfen den andern nichts über mich erzählen.“
„Nennen Sie mich nicht Agatha,“ sagte sie heftig.
„Wie soll ich Sie denn nennen?“
„Sie brauchen mich überhaupt nicht anzureden.“
„Ich brauche es und will es. Seien Sie nicht boshaft.“
„Aber ich kenne Sie ja gar nicht. Ich wundere mich über Ihre —“ sie zauderte, das Wort, das ihr grade einfiel, auszusprechen, aber sie fand kein besseres — „über Ihre Dreistigkeit.“
Er lachte, und sie beobachtete ihn, während er ein paarmal die Walze auf- und abzog. Dann erholte er sich, indem er einen Blick auf sie warf, und da er sie dabei ertappte, wie sie ihn ansah, lächelte er. Sein Lächeln war etwas Alltägliches im Vergleich mit dem Lächeln, das sie ihm zurückgab, in das ihre Augen, ihre Zähne und der goldene Schimmer ihrer Gesichtsfarbe mit einzustimmen schienen. Er hielt sofort mit dem Walzen ein und stand da, das Kinn auf den Walzenstiel gestützt.