(Napoleon wendet sich angewidert auf dem Absatz herum, um seine Wanderung wieder aufzunehmen:) Ja, ja, das haben Sie schon oft genug gesagt.
(Leutnant äußerst erregt:) Oft genug?… Ich werde es hundertmal sagen—und mehr als das: ich werde es tun! Ich werde ihm mein Vertrauen zeigen—das werde ich! Ich werde—-
(Napoleon.) Ja, ja, Herr Leutnant—gewiß werden Sie das. Was für eine
Art Mensch war er?
(Leutnant.) Nun, ich glaube, nach seinem Benehmen sollten Sie schließen können, was für eine Art Mensch das war.
(Napoleon.) Pah—Wie sah er aus?
(Leutnant.) Ausgesehen… Er sah aus wie… nun… Sie hätten den Burschen bloß mal sehen müssen, dann würden Sie einen Begriff davon haben, wie er aussieht. Fünf Minuten, nachdem ich ihn erwischt habe, wird er nicht mehr so aussehen. Ich wiederhole Ihnen: wenn ich ihn jemals—
(Napoleon ruft wütend nach dem Wirt:) Giuseppe! (Zum Leutnant, am
Ende seiner Geduld:) Halten Sie jetzt Ihren Mund, wenn Sie können!
(Leutnant.) Ich mache Sie im voraus darauf aufmerksam, daß es umsonst ist, zu versuchen, mir die Schuld aufzuhalsen. (Klagend:) Wie hätte ich wissen sollen, was für eine Art Mensch das ist. (Er nimmt einen Sessel, der zwischen der äußeren Tür und dem Büfett steht, stellt ihn an den Tisch und setzt sich.) Wenn Sie eine Ahnung hätten, wie hungrig und müde ich bin, würden Sie mehr Rücksicht nehmen.
(Giuseppe zurückkommend:) Was befehlen Exzellenz?
(Napoleon mit seinem Temperament kämpfend:) Nimm diesen… diesen Offizier; gib' ihm zu essen; wenn nötig, bring ihn zu Bett; und wenn er dann wieder bei Trost ist, trachte herauszubringen, was ihm passiert ist, und laß mich es wissen. (Zum Leutnant.) Betrachten Sie sich als Arrestanten, Herr Leutnant.—