(Gloria.) Gewiß nicht.
(Bohun.) Ich dacht' es mir. Das tun wir alle nicht.
(Dr. Valentine.) Mich ausgenommen. Meine Absichten sind egoistisch.
(Bohun.) Das sagen Sie, weil Sie glauben, daß eine Pose der Aufrichtigkeit auf Fräulein Clandon einen besseren Eindruck machen wird, als eine Pose der Interesselosigkeit. (Dr. Valentine ist durch diese treffende Bemerkung vollkommen entdeckt und vernichtet. Er nimmt seine Zuflucht zu einem schwachen, wortlosen Lächeln. Bobun, zufrieden, jetzt alle Auflehnung vollständig unterjocht zu haben, wirft sich mit einer Miene in seinen Stuhl zurück, als wäre er nun bereit, alle Wünsche der Parteien geduldig anzuhören.) Nun, Herr McNaughtan, beginnen Sie. Es ist abgemacht: aller Egoismus wird beiseite gelassen! Die Menschen beginnen immer damit, das vorauszuschicken.
(McNaughtan.) Aber ich meine es wirklich so, Herr Justizrat.
(Bohun..) Gewiß. Jetzt zu Ihrer Sache!
(McNaughtan.) Es handelt sich um die Kinder. Jeder vernünftige Mensch wird zugeben, daß das selbstlos ist.
(Bohun.) Nun, was ist's mit den Kindern?
(McNaughtan mit Ergriffenheit:) Sie haben—
(Bohun fällt wieder über ihn her:) Halt! Sie sind im Begriff, von
Ihren Gefühlen zu sprechen—tun Sie das nicht! Ich sympathisiere mit
Ihren Gefühlen, aber sie haben nichts mit meinem Geschäft zu tun.
—Sagen Sie uns genau, was Sie verlangen. Das ist es, was wir wissen
müssen.