2. Das im Jahr 1527 herausgegebene Werk:

»Etliche Underricht, zu befestigung der Stett, Schloß, vnd flecken«

Dasselbe hat vorherrschend Papier mit dem Wasserzeichen des stehenden Hundes, Nr. 35, und 12½ bis 13¼ Linien Entfernung der Drathstreifen, doch gemischt mit solchem, in dem sich die schmälere hohe Krone, Nr. 36, befindet, deren Drathstriche 11½ bis 12½ Linien Entfernung haben.

Bartsch hat übrigens Unrecht gehabt: das schöne Titelblatt dieses Werkes mit dem Wappen des Erzherzogs Ferdinand von Oesterreich nicht unter den einzelnen Holzschnittblättern aufzuführen. Ich möchte glauben: daß es ein eigenhändiger Schnitt unsers Meisters sei, auch hat er selbst Werth darauf gelegt, wie ein in Farben gedrucktes Exemplar desselben beweist, welches Dürer, der von seiner Hand darauf befindlichen lateinischen Inschrift zufolge, seinem auch aus dem niederländischen Tagebuche bekannten Freunde Christoph Koler verehrte.[66]

3. Dürer’s Hauptwerk:

»Vier Bücher von menschlicher Proportion.«

An diesem hat unser Meister nach den zahlreichen noch vorhandenen Federskizzen und Studien dazu, während des größesten Theils seines Lebens gearbeitet. — Es wurde, nach der in der Königlichen Bibliothek in Dresden vorhandenen Originalhandschrift des ersten Buches, im Jahre 1523 beendigt, aber im Jahre 1528 gebessert und zum Druck hergerichtet,[67] doch erlebte Dürer die Herausgabe, welche am 31. October 1528 erfolgte, nicht mehr.

Die Papiere dieser Ausgabe haben das Wasserzeichen:

a) der schmalen hohen Krone mit Kreuz, Nr. 36;

b) derselben mit Stern über dem Kreuz; beide mit Abstand der Drathstreifen von 11½ Linien;