Das Papier ist ebenfalls von einer feinen Masse und die Drathstriche haben eine Entfernung von 13¾ bis 14 Linien.

ad 3. Die hohe Krone, wie solche unter Nr. 21 abgebildet ist, kommt wie bei den großen Kupferstichen Dürer’s, so auch bei den schönen alten Abdrücken seiner Holzschnitte am häufigsten vor und ist stets ein sicheres Unterscheidungszeichen derselben von neueren Drücken.

Unser Meister verwandte dasselbe nicht nur zu vielen der ersten Abdrücke des »Lebens der Jungfrau« und der »kleinen Passion«, sondern auch zu der Ausgabe der letzteren mit Text, wie zu anderen nicht zu großen Holzschnitten.

Die Entfernung der Drathstriche ist bei den zu Holzschnitten verwendeten Papieren mit diesem Wasserzeichen, wie bei den feineren zu den Kupferstichen gebrauchten Sorten, nicht gleich, sie wechselt zwischen 12½ bis 15½ Linien.

Papier mit diesem Wasserzeichen, jedoch in etwas veränderter Form, auch wohl mit dem Buchstaben S im Bügel, findet man noch, auf einzelnen Bogen der ersten Ausgabe von Dürer’s »Underweysung der meßung, mit dem Zirckel vn̄ richtscheyt etc.«, vom Jahre 1525; es hat hier eine Entfernung der Drathstriche von 14¼ Linien.

ad 4. Die Waage im Kreise, Nr. 22 oder 22a trifft man bei einem Papiere von schöner weißer Masse, dessen Drathstriche einen Abstand von 13¾ bis 14¼ Linien haben. Das Papier kommt nicht häufig vor, man findet es jedoch namentlich bei ersten Drucken aus dem Leben der Jungfrau.

ad 5. Zwei durch eine Mauer verbundene Thürme mit Zinnen, unten mit einer Spitze, Nr. 23, findet man nur selten um das Jahr 1511 — mit einer Entfernung der Drathstriche im Papier von 12¾ Linien.

ad 6. Ein Reichsapfel mit Strich und fünfstrahligem Stern, Nr. 24 oder 24a, befindet sich in einem Papiere von fester Masse. Dürer hat ein großes Format desselben, in welchem das Wasserzeichen Nr 24 ist, und dessen Drathlinien 15, sogar 16½ Linien Abstand haben, zu den ersten Drucken der großen Passion und zu den Probedrücken der Apocalypse, vor dem Text von 1511 verwandt; also um das Jahr 1510, ebenso zu den etwa gleichzeitigen großen Holzschnitten B. Nr. 102, 117, 120, 128 und 131. —

ad 7. Die Urne, Nr. 25 oder 25a, trifft man bei den zweiten Drucken Dürer’scher Holzschnitte vom Jahre 1510. Die Masse des Papiers ist auffallend grob, von gelblicher Farbe, zwischen den Drathstrichen ist eine Entfernung von durchschnittlich 12½ Linien.