ad 15. Ein Krug mit dem Henkel, Nr. 33, — bei den Kupferstichen unsers Meisters, nach seiner Rückkunft aus den Niederlanden vorherrschend — findet sich bei Holzschnitten erst 1525 in der ersten Edition von dessen »Vnderweysung der messung, mit dem zirkel vn̄ richtscheyt etc.« Das Papier ist fest und die Entfernung der Drathstriche beträgt 13 bis 13¼ Linien.
ad 16. Ein kleines Oval mit Stern, Nr. 34, ist das Wasserzeichen des Papiers, auf welchem die seltne kleine Jungfrau vom Jahre 1526, B. Nr. 98, gedruckt ist, es hat 15 Linien Abstand der Drathstriche. —
ad 17. Der stehende Hund mit Halsband und gestutzten Ohren, Nr. 35, welchen Heller für einen Bären gehalten hat[22], kommt bei Holzschnitten erst später, namentlich 1527, in Dürer’s »Underricht zu befestigung der Stett, Schlosz und flecken« vor. Das Papier hat zwischen den Drathstrichen eine Entfernung von 13 Linien.
ad 18. Das Wasserzeichen einer kleinen Krone, Nr. 36, welche oft unregelmäßig geformt ist und ein Kreuz, einen Stern, auch Kreuz und Stern oben auf dem Bügel hat, findet man nicht früher als bei ersten Drucken von Holzschnitten des Jahres 1527. Die Güte des Papiers ist verschieden, auch haben die Drathstriche einen Abstand von 12½ und 11½ Linien.
ad 19. Ein kleiner Reichsapfel mit Kreuz darüber, Nr. 37, kommt, jedoch selten, um das Jahr 1525 in Papieren mit 13 Linien Entfernung der Drathstriche vor. —
ad 20. Ein verziertes P, Nr. 38, findet sich bei den ersten Abdrücken von dem Portrait Albrecht Dürer’s in einem Papiere, dessen Drathstriche 13½ Linien Abstand haben.
ad 21. Ein doppeltes Römisches A mit einem Kreuzstriche darüber, Nr. 39, ist das Zeichen eines Papiers von 15½ Linien Entfernung der Drathstriche, welches bei einzelnen Abdrücken der großen Passion ohne Text angetroffen wird. —
Die vorbeschriebenen Wasserzeichen sind diejenigen, welche man am häufigsten bei den alten, zu Dürer’s Lebzeiten genommenen Abdrücken seiner Holzschnitte findet; es kommen indeß einzelne Abdrücke, welche ihrer Reinheit und Schönheit nach zu diesen gezählt werden müssen, auch auf Papieren mit abweichenden Zeichen vor. Diese sind indeß theils nicht genau kenntlich, theils behalte ich mir vor, sie bei den einzelnen Blättern zu erwähnen.
Viel mannichfaltiger als bei Dürer’s Kupferstichen sind bei dessen Holzschnitten die Wasserzeichen derjenigen Papiere, welche man bei den späteren Abdrücken derselben antrifft, eine natürliche Folge davon: daß die Holzstöcke weit länger als die Kupferplatten brauchbare Abdrücke gaben, auch der Werthlosigkeit des Materials wegen, weniger abhanden gekommen oder zu anderen Zwecken verbraucht sind. —
Es würde zu weit führen, von allen diesen nach Dürer’s Tode vorkommenden Wasserzeichen, welche theilweise einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten begreifen, Nachbildungen zu geben, doch habe ich von einigen der wichtigsten oder am häufigsten vorkommenden Durchzeichnungen nehmen lassen. Es sind: