B. 59. Der Calvarienberg.

Man erkennt die ersten Drucke dieser reichen Composition daran, daß die Spitze des Nagels, welcher die rechte Hand des zur Rechten des Erlösers gekreuzigten Schächers durchbohrt, um etwa zwei Linien durch das Kreuz hindurchgeht. Diese kommen mit dem Wasserzeichen der Wage im Kreise auch auf einem festen Papier mit ungleich theils 12 theils 14¼ Linien abstehenden Drathstrichen vor, dessen Wasserzeichen zwei verbundene Thürme darstellt.

B. 96. Die heilige Familie. 1511.

Häufig sind die Abdrücke dieses Holzschnittes besonders scharf und schön, wie überhaupt die in den Jahren 1510 und 1511 geschnittenen Holzstöcke unsers Meisters sich durch Klarheit und Schärfe auszeichnen.

Das Papier der besten Drucke hat das Wasserzeichen des Ochsenkopfes mit Kreuz und Blume, Nr. 20.

B. 97. Die heilige Familie mit dem Zitter spielenden Engel. 1511.

Dieses in alten Drucken schöne und klare Blatt, hat dann Papier mit dem Wasserzeichen der großen hohen Krone, Nr. 21, des Ochsenkopfes mit Doppelstrich, Nr. 20, des Reichsapfels mit Stern, Nr. 24, oder des stehenden Hundes, Nr. 35. Die späteren Drucke sind oft in der Mitte etwas unrein und an dem Wasserzeichen des doppelten Reichsadlers kenntlich.

B. 98. Die Jungfrau auf der Rasenbank. 1526.

Als anerkannt von Albrecht Dürer selbst geschnitten und eine der letzten seiner Arbeiten, hat dieser ausserordentlich seltene Holzschnitt ein doppeltes Interesse. Das Papier hat eine Entfernung der Drathstriche von 15 Linien und zuweilen das Wasserzeichen eines fünfstrahligen Sterns über einem Oval, Nr. 34.

Das Meisterliche und doch Milde, welches in Dürer’s, nach seiner Niederländischen Reise, gearbeiteten Kupferstichen vorherrscht, ist auch in diesem Holzschnitt unverkennbar.